TOVE 22
Das Festival an der Weser, Unterweser

Tove Jansson und die Mumintrolle – Die Welt war damals sehr groß
Gemeinsam mit der Kunstschule im Packhaus, dem Schiffahrtsmuseum Brake und dem virtuellen Muminforschungszentrum findet 2022 das Kulturprojekt Tove Jansson und die Mumintrolle – Die Welt war damals sehr groß, kurz TOVE 22 – statt.

Aktuelle Veranstaltungen

Abschlussveranstaltung:
EIN TAG FÜR TOVE

Die Ausstellung zu Tove Jansson  und den Mumintrollen im Schifffahrtsmuseum in Brake wir um zwei Wochen  verlängert. Als  Finissage  wird  am Sonntag, den 2. Oktober von 11 bis 17 Uhr „Ein Tag für Tove“  veranstaltet, in dem die Rezeptionsgeschichte  der facettenreichen Künstlerin  Tove Jansson in Deutschland beleuchtet wird. Alle Muminfreunde und Tove-Jansson-Kenner  sind herzlich eingeladen, einen hochinteressanten, abwechslungsreichen und angenehmen Tag auf dem Gelände des Schifffahrtsmusuems in Brake zu erleben.

Unsere  Bemühungen, Tove Jansson im Rahmen  des Festivals TOVE  22 in Deutschland bekannter zu machen und Licht in die Rezeptionsgeschichte zu bringen  sind insofern erfolgreich gewesen, als dass Dorothea Bjelfvenstam, JG 1933, die Tove-Jansson-Übersetzerin aus Stockholm auf uns zugekommen ist und erstmalig öffentlich über ihren Briefwechsel mit Tove Jansson sprechen wird.  Aus der anfänglich nüchternen Korrespondenz über die Details der Übersetzungsproblematik hat sich im Laufe von Jahrzehnten eine freundschaftliche Beziehung zwischen zwei Frauen entwickelt.

Dorothea Bjelfvenstam kommt nach Brake um sich in einem Gesprächsvortrag mit der Literaturkritikerin und Tove-Jansson-Expertin Kristina Maidt- Zinke aus München über dieses bewegende Thema  zu unterhalten. Ihrer Tochter,  Charlotta Bjelfvenstam, die als Schauspielerin und Sprecherin in Berlin lebt, wird sie  begleiten und ihrerseits aus dem bekanntesten Roman von Tove Jansson, dem Sommerbuch von 1972  lesen.  

Aber  „Ein Tag für Tove“ bietet auch noch weitere Elemente: Als die Augsburger Puppenkiste 1959 ein Marionettentheater auf die Bühne brachte, wurde hieraus ein Fernsehfilm für den Hessischen Rundfunk gedreht . Wir zeigen als historische S/W- Filmvorführung Teil „Das Große Fest“  aus der Staffel „Eine Drollige Gesellschaft.“  Eine dekorierte Augsburger-Puppenkiste mit den Original-Mumin-Figuren ist in der Ausstellung zu sehen.

In diesem Frühjahr erschien im Rahmen von Tove 22 erstmalig eine deutsche Übersetzung des allerersten Mumincomics von 1947. Christian Panse, der Muminforscher  und Übersetzer aus Bremen hält einen  Vortrag zur Entstehung von „Mumin und der Weltuntergang“ .

Zum Abschluss  „Eines Tages für Tove“  gibt es kurzweilige Hörproben der Lieder aus dem Mumintal übersetzt und vorgetragen von Christian  Panse und begleitet von Kristina Maidt-Zinke.

Der Eintritt beträgt € 4,00 und ist an der Museumskasse zu entrichten.

Als Mittagsimbiss wird ein  Nudelauflaufbüffet für  € 7,00 p. P. angeboten.

Rückblick

Abschlussveranstaltung

Am 17. September haben wir zu einem geselligen Abschlussfest des muministischen Kinderrechte-Projektes eingeladen. Dieses Projekt wurde angeregt durch die UN-Kinderrechtskonvention und inspiriert von den Geschichten aus dem Mumintal von Tove Jansson.

Dieses Fest will einen Rückblick geben auf die durchgeführten Aktionen mit den beteiligten Kindern als auch die Kinderrechte selbst mehr ins Bewusstsein bringen. Hier darf die Welt der Mumins und die Sicht der Kinder kennengelernt werden. In den Geschichten von Tove Jansson spiegeln sich Werte wie Humanität, Toleranz, Solidarität, Individualität und Inklusion wider. Werte, die heute auch in den Kinderechten sichtbar werden.

Dipl. Psych. Jens Pannemann vom Kinderschutzbund in Brake schlägt in einem Kurzvortrag eine Brücke zur aktuellen Situation in unserer Stadt.

Hier wird informiert, gelesen, musiziert und gelacht und alle können aktiv miterleben. Für ein kleines leibliche Wohl wird auch gesorgt. Damit ihr den Überblick behaltet, gibt es für alle teilnehmenden Mumin- und Kinderfreunde eine Laufkarte. Zum Abschluss des Festes gibt es eine große Verlosung mit Aufmerksamkeiten. Lasst Euch überraschen!

Muministisches Wimmelfest

Das muministische Wimmelfest fand am 25. April 2022 im Museumsgarten in Brake/Unterweser statt.

Das Wimmelfest war gleichzeitig auch der Start eines Kinderrechte-Projektes. Eingebettet in der Welt der Mumintrolle konnte gespielt, gelacht, gelesen, gegessen und informiert werden. Mittels eines interaktiven Laufzettels konnten die Besucher den Überblick behalten – und zum Abschluss damit auch noch etwas gewinnen.
Typische Elemente aus der Muminwelt waren beim Fest zu erleben, z.B. das Stelzenlaufen oder ein Fotoshooting mit dem ‘unsichtbaren Kind’ Ninny. Aus Holzresten wurden fantastische Kreaturen geschaffen und im Lesezelt wurde die Geschichte „Das unsichtbare Kind“ von Tove Jansson gelesen, die vom heilenden Umgang mit einem zurückgezogenen Kind handelt, das buchstäblich wieder sichtbar werden kann. Gaby Menzel spielte auf ihrer fantastischen Drehorgel und zum Essen gab es Crêpes mit Apfelmus, den die Mumintrolle so gerne essen.
Zum Start des Kinderrechte-Projektes, welches angeregt wurde durch die UN-Kinderrechtskonvention, regten die insgesamt 42 Kinderrechte mittels humorvoller Fragen zum Nachdenken und Gestalten an. Nach dem Wimmelfest wurden im Sommer mit verschiedenen Kindergruppen deren Wünsche und Vorstellungen demokratisch und selbstorganisiert erarbeitet und gestaltet. Die Geschichte „Das unsichtbare Kind“ diente dabei als gemeinsamer Ausgangspunkt. Mit dem Projekt möchte die Kunstschule die kulturelle Teilhabe von Kindern und Jugendlichen mittels eigener künstlerischer Gestaltungen fördern und ihren Stimmen Ausdruck geben, damit diese nicht unsichtbar bleiben.

Fotos: Barbara Müller, Stefan J Schaffeld, 2022

Finnischer Klezmer

Das Interesse an dem Nordic Klezmer Konzert der Gruppe Narinkka von Sampo Lassila war enorm. Das Schiffahrtsmuseum war mit rund 90 Zuhörern voll besetzt. Auch viele Mitglieder der Deutsch Finnischen Gesellschaft, die die Tournee der Musiker sponsort , waren aus nah und fern angereist und konnten im Vorfeld die Ausstellung und Garteninstallation zu Tove 22 besuchen . Die eigenwillige, betörende Musik des Quartetts , durchzogen von dunklen und weichen Tönen, ließ die Zuhörer eintauchen in skandinavische Mystik mit Stücken über Jazz und Folk bis zu Klezmer. Mal sentimental, mal berührend, dann wieder schroff und stark. Die virtuosen Musiker bestachen durch ihr perfektes Zusammenspiel voller Harmonie mit einer guten Portion Wehklang (NWZ 28. Mai 2022).

Bienvenue dans l´univers des Moumines

Am 13. Juni wuselten 64 Teenies (8. Klasse), je zur Hälfte aus Deutschland und Frankreich, im Rahmen ihres Schüleraustausches durch das idyllische Ensemble aus Schiffahrtsmuseum, Kunstschule und Garten. Sie konnten in verschiedenen Stationen ihren Austausch in den Festivalfarben auf einer großformatigen Leinwand reflektieren, die Ausstellung in gemischtsprachigen Tandems erarbeiten und Feedback geben, den Anfang der Erzählung von Tofsla und Vifsla in beiden Sprachen lesen und anschließend mit der „Geheimsprache“ der beiden Mini-Trolle experimentieren, sich für einen Erinnerungspass mit Aufsteller-Figuren aus Tove Janssons Welt fotografieren, und sich im Stelzenlaufen à la „Komet im Mumintal“ üben. Anschließend ging es mit der Personenfähre Guntsiet zum Picknick auf die Weserinsel Harriersand. Es war ein vergnüglicher Tag.

Moomin ABC

TOVE 22 beteiligt sich an der Initiative #MoominABC. Um die Idee von „Reading, Writing and the Moomins“ zu vermitteln, wurden bereits kleine Modelle der Wanderausstellung hergestellt. Weitere Informationen folgen in Kürze.

Outdoor- Galerie vom Schreibwettbewerb

Im Rahmen eines Schreibwettbewerbs am Braker Gymnasium wurden Schüler:innen der Klassen 5 bis 7 eingeladen, fantasievolle Geschichten zu den Mumins zu schreiben und zu illustrieren. Die Ergebnisse werden in einer Outdoorgalerie im Museumsgarten gezeigt.

Eröffnung der Ausstellung zum Tove 22 Festival in Brake

Am 25. April die Ausstellung Tove Jansson und die Mumintrolle – Die Welt war damals groß feierlich eröffnet. Zauberhaft mit Musik und Lesung wurde im Schiffahrtsmuseum Unterweser darauf eingestimmt, in die Welt der Mumins einzutauchen.

Buchvorstellung "Mumin und der Weltuntergang"

Die Buchvorstellung am 23.3.2022 im Haus  Borgstede und Becker im Schifffahrtsmuseum in Brake war ein voller Erfolg!

Lesungen "Geschichten aus dem Mumintal"

Im Haus Borgstede & Becker des Schiffahrtmuseums Brake fanden am 17. und 18. Dezember 2021 Lesungen aus dem Buch „Geschichten im Mumintal“ statt. 

Finnischer Fensterladen

Im Fensterladen der Kunstschule im Packhaus wurden vom 16. – 19. Dezember 2021 Artikel des Weihnachtsbasares der Finnischen Seemannsmission Hamburg angeboten, darunter viele Mumin-Artikel .

Illumination Trollvinter im Museumsgarten

In der Advents- und Weihnachtszeit 2021 gab es im Museumsgarten eine nordisch-märchenhafte Illumination, die die Atmosphäre eines der neun Muminbücher aufnimmt: Winter im Mumintal.

Kinofilm TOVE

Am 1. Dezember 2021 zeigten wir im Centraltheater Brake  als Avant-Première den Film TOVE  von Zaida Bergroth.

Pressespiegel

Interview mit der Ny Tid vom 2.3.2022

Ny Tid: Jorden går under is very soon available in German. What are your feelings right now? 
Barbara Müller: We are genuinely excited that a long-awaited missing piece in Tove Jansson’s literature will be available in German soon. We are very thankful for many contributors who granted support. We are more than happy and content to help promote the work, life and values of Tove Jansson in German-speaking countries.
Ny Tid: Who is the Georg von der Vring-Gesellschaft, and why did you come to translate our book into German? 
Barbara Müller: The Georg von der Vring-Gesellschaft preserves and spreads the artistic œuvre of painter, poet, essayist and novelist Georg von der Vring (1889 in Brake -1968 in Munich). He was first known for a bestselling autobiographic anti-war novel published in 1927. Nonetheless, he had an ambiguous relation to the Nazi regime. Later he was awarded for his poetry, mainly nature lyric. Last year we focused on his almost forgotten first wife, Therese, an early-accomplished expressionist painter herself who died too early in 1927. Facing pandemic conditions, we installed an outdoor exhibition in the local museums garden, which was well received. It is worthwhile to broaden our view and to ask how multi-gifted artists had coped with the catastrophes and crises of the 20th century. Where did the confidence come from? – This year we are organizing a festival, TOVE 22, a series of events to promote the work, life and values of Tove Jansson. While Tove Jansson is internationally famous as an iconic artist, she is relatively unknown in Germany. In our team, Moomin friend Christian Panse from Bremen has been meticulously collecting information on Tove Jansson for many years. He set up a site Virtuelles Muminforschungszentrum (virtual moomin research centre) www.zepe.de/mumin/. He had been thinking about publishing a translated version of Jorden går under for a long time and was happy that TOVE 22 finally allowed for this. However, he still hasn’t found out whether hemulens trust in serendipity or not.
Ny Tid: How do you think German friends of Moomin will react to this somewhat different Moomin comic?
Barbara Müller: Atos Wirtanen published the first Moomin comic strip in Ny Tid 75 years ago. There is a community of Moomin friends eagerly awaiting the first German version. We would be glad if they enjoy the various facets of this treasure chest: The graphic mastery, the wit, the humour and the outstanding role of this book in the origins of the Moomin world. We hope that the German translation from Christian Panse and the essay from literary critic Kristina Maidt-Zinke, who once personally met Tove Jansson, will be appreciated.
Furthermore, for all the German-speaking people not familiar with Moomin so far, we hope to provide new access to the spheres of Tove Jansson.